James Gunn bei Disney gefeuert, Tarantinos „Once Upon A Time In Hollywood“ vorgezogen

James Gunn bei Disney gefeuert, Tarantinos „Once Upon A Time In Hollywood“ vorgezogen

Schockierende Nachrichten erreichen uns diese Tage aus Hollywood. James Gunn, Regisseur und Mastermind hinter den Guardians of the Galaxy Filmen, wurde jüngst von Walt Disney Studios fristlos gekündigt, wie die Zeitschrift The Hollywood Reporter berichtete. Grund dafür sollen provokative und verstörende Tweets u.a. zum Thema Vergewaltigung, Pädophilie und Rassismus sein, die Gunn zwischen 2008 und 2009 auf Twitter veröffentlichte. Laut der konservativen Website The Daily Caller, die diese Tweets aufgedeckt haben soll, hätte Gunn sogar über eine mehr als fragwürdige Szene zwischen einem Kind und einem Affen berichtet, wobei der Affe über Umwegen auf das Kind ejakuliert. Ein Freund von Gunn soll Zeuge dieses Geschehens gewesen sein und erzählte ihm davon. Gunns Kommentar dazu war laut The Daily Caller: “I know it might be sick, but that story makes me extremely happy.” Gunn entschuldigte sich zwar in 5 zusammenhängenden Tweets für sein damaliges Verhalten und erklärte, dass er heute ein ganz anderer Mensch sei als damals, aber das schien Disney nicht genügend zu überzeugen, oder die Einsicht kam einfach zu spät. Alan Horn, Vositzender des Walt Disney Studios, meinte dazu: "The offensive attitudes and statements discovered on James’ Twitter feed are indefensible and inconsistent with our studio’s values, and we have severed our business relationship with him".

Gunn hatte bereits mit dem Drehbuch zu Guardians of the Galaxy Vol. 3 begonnen und im Herbst hätten ursprünglich die Dreharbeiten zu dem Film anfangen sollen. Noch ist unklar ob dieser Termin eingehalten werden kann. Ein Nachfolger für James Gunn ist noch nicht bekannt gegeben worden. Mein persönlicher Wunschkandidat wäre Taika Waitiki, denn mit Thor 3 Ragnarök hat er für mich bewiesen, dass er scheinbar einen ganz ähnlichen Stil, wie James Gunn zu haben scheint, wodurch der Spirit von Guardians of the Galaxy erhalten bleiben könnte. Grundsätzlich finde ich es sehr schade, dass James Gunn's Ideen uns zukünfig zumindest bezüglich der Marvel Filme verwehrt bleiben, wegen eines Dummen Jungen Streichs, wenn man so will. Einige unbedachte, unreife, unschöne und unentschuldbare Zeilen auf Twitter und die Karriere, die eigentlich sich nicht hätte besser entwickeln können, nimmt ein jähes Ende.

James Gunn war nicht der erste, den dieses Schicksal ereilte

Im Mai diesen Jahres musste Roseanne Barr die ernüchternde Erfahrung machen, dass egal wie erfolgreich das aktuelle Projekt ist und egal wie wichtig du selbst für dieses Projekt bist, du keine Narrenfreiheit auf den sozialen Medien besitzt. Sie wurde wegen massiven rassistischen Äußerungen auf Twitter, die gegen die Beraterin des Ex-Präsidenten Barack Obama gerichetet waren, gefeuert. Der Reboot ihrer Serie Roseanne wurde sofort gestoppt, obgleich die erste Staffel der Neuauflage gute Quoten aufwies und sich somit hoher Beliebtheit erfreute.

Also Leute, seit sorgsamer mit dem was ihr auf den sozialen Medien verbreitet, es könnte euch auch nach Dekaden den Hals brechen! Ich frage mich ernsthaft, ob das Medium immernoch zu neu ist, so dass viele die Ausmaße dessen was sie mit einem unbedachten Tweet anrichten nicht einschätzen können. Twitter ist kein Stammtisch, bei dem unter Kumpels mal eben bei einpaar Bierchen Geschichten ausgetauscht werden. Das Internet vergisst nicht. Das Internet verzeiht auch nicht. Bedenkt das, wenn ihr das nächste mal in Versuchung geraten solltet einen kontroversen Tweet zu veröffentlichen. Stellt euch die Frage, kann ich auch noch nach 10 Jahren zu diesem Statement stehen? Falls nicht, lasst es einfach sein.

Positivere Nachrichten kann hingegen Tarantino vermelden

Der US-Start seines neuesten Werks „Once Upon A Time In Hollywood“ soll nun vorgezogen werden auf den 26.07.2019. Grund dafür könnten Proteste sein, die den ursprünglichen Termin, den 50. Jahrestag der grausamen und bestialischen Ermordung von Sharon Tade, also den 08.08.2019, für höchst unangemessen und pietätlos erachteten. Der Filmverleih Sony gab somit dem öffentlichen Druck nach. Der Film soll das Massaker, durchgeführt von der berüchtigten "Manson Family", die im August 1969 die damals schwangere Schauspielerin und Ehefrau des Regisseurs Roman Polanski brutal im eigenen Haus ermordeten, thematisieren. Sharon Tate wird von Margot Robbie gespielt, weitere bestätigte Darsteller sind u.a. Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Al Pacino, Kurt Russell, Burt Reynolds und Dakota Fanning.

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Autorin dieses Blogs

Nerderlei Autorin Anne
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Anne

Seit 1984 ist Anne ein Vollblut-Nerd und seit 2017 Autorin des Blogs Nerderlei. Sie schreibt über Filme, Videospiele, Comics und Romane der Genres Science-Fiction, Cyberpunk und Fantasy, aber auch über Technikneuheiten (z.B. künstliche Intelligenz oder Virtual Reality) und Merchandising-Artikel. Dazu gibt es jeweils Reviews, Blogbeiträge bzw. Meinungsartikel und News. Besonders im Fokus werden dabei u.a. folgende Marken stehen: Disney, Star Wars, Star Trek, Marvel, DC. Weitere Informationen zum Blog oder zum Nerderlei-Werdegang der Autorin findest du hier.

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